Megamo bestätigt, dass sie an einem 32-Zoll-Gravelbike arbeiten, und zeigt uns ihre Prototypen
Das Fieber für 32-Zoll-Räder nimmt im Gravel-Bereich weiter zu und beschränkt sich nicht mehr nur auf isolierte Projekte oder experimentelle Konzepte kleiner Marken. Jetzt konnten wir bestätigen, dass ein weiterer großer Name auf dem Markt, Megamo, schon seit einiger Zeit intern an seiner eigenen Interpretation eines 32-Zoll-Gravelbikes arbeitet. Und es handelt sich nicht nur um eine einfache Idee auf Papier. Die katalanische Marke verfügt bereits über mehrere funktionale Prototypen und führt echte Tests mit verschiedenen Nutzern durch, um zu überprüfen, ob diese neue Größe sinnvoll ist oder ob sie nur ein vorübergehender Trend sein wird.

Megamo testet bereits 32-Zoll-Gravel und verrät uns, wie sie ihre Prototypen entwickeln
Wir konnten direkt mit dem Produktmanager Ander Corral sprechen, der in dieses Projekt involviert ist, und die Haltung der Marke ist klar. Megamo möchte sich nicht von den großen Erwartungen leiten lassen, die die 32-Zoll-Räder derzeit erzeugen, aber sie glauben, dass es sich lohnt, das Konzept zu erforschen, bevor sie es endgültig verwerfen oder akzeptieren.

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Wie sie uns erklären, besteht das Hauptproblem derzeit darin, dass es noch kein kommerzielles Material gibt, um echte Tests durchzuführen, die dieses neue Konzept validieren. Daher muss es zuerst geschaffen werden, um es zu erforschen. Genau aus diesem Grund beschloss die Marke, ihre eigenen Prototypen von Grund auf zu fertigen. Megamo hat drei verschiedene Fahrräder in den Größen S, M und L gebaut, die für Fahrer mit unterschiedlichen Höhen, Positionen und ergonomischen Bedürfnissen gedacht sind.
Der Schlüssel des Projekts ist, dass Megamo nicht einfach „ein Gravelbike mit größeren Rädern“ testet. Die Marke ist der Ansicht, dass ein 32-Zoll-Bike das Verhalten des Fahrrads komplett neu überdenken muss und dass das Konzept nur richtig bewertet werden kann, wenn das gesamte Design um diese Räder herum gestaltet ist.
Deshalb beschloss Megamo, noch nicht auf einen endgültigen Carbonrahmen umzusteigen. Die Marke ist der Meinung, dass eine so frühe Entwicklungsphase maximale Freiheit benötigt, um Geometrien und Verhalten ständig zu ändern, was sehr schwierig zu erreichen ist, sobald spezifische Carbonformen hergestellt werden. Stattdessen hat Megamo mehrere Prototypen aus Aluminium mit variablen Geometrien und zahlreichen Anpassungen geschaffen, die es ermöglichen, das Verhalten des Fahrrads während der Tests ständig zu ändern.

Zu diesen Anpassungen gehören verschiedene Höhen der Tretlagerachse, Variationen im Offset der Gabel und Änderungen im Lenkwinkel. All dies ermöglicht es, die Stabilität, die Gewichtsverteilung und die Reaktion des Fahrrads erheblich zu verändern, um zu versuchen zu verstehen, was ein 32-Zoll-Gravelbike wirklich benötigt.
Ein weiterer besonders interessanter Aspekt ist, dass Megamo die Tests nicht nur auf professionelle Rennfahrer konzentriert. Die Marke versichert, dass ein großer Teil der Entwicklung mit nahen Fahrern und realen Nutzern durchgeführt wird, die mit dem Unternehmen verbunden sind, da sie der Meinung sind, dass die Käufer solcher Fahrräder nicht unbedingt Elite-Rennfahrer sein werden.
Die Idee ist, Eindrücke von Radfahrern mit sehr unterschiedlichen Profilen zu sammeln und zu überprüfen, inwieweit die theoretischen Vorteile der 32” die Einschränkungen ausgleichen, die ebenfalls mit diesem Format auftreten. Denn bei Megamo erkennen sie an, dass es reale Probleme im Zusammenhang mit Geometrie, Positionen und Ergonomie gibt, wenn man versucht, ein so großes Rad in ein Gravelbike zu integrieren.
Während der Tests experimentieren sie auch mit sehr unterschiedlichen Cockpit- und Positionseinstellungen. Von Vorbauten mit extrem negativen Winkeln bis hin zu konservativeren Konfigurationen, sowie verschiedenen Lenkerarten und Geometriekombinationen. Das Ziel ist zu verstehen, welche Konfiguration am besten funktionieren könnte, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Die Marke betont, dass das Projekt nicht die Ankunft eines zukünftigen Megamo Gravelbikes mit 32” garantiert. Momentan konzentriert sich die Arbeit ausschließlich darauf, Daten zu sammeln und zu verstehen, ob der Nutzer tatsächlich klare Vorteile gegenüber den aktuellen 700c-Fahrrädern hätte.
Dass eine Marke wie Megamo Zeit und Ressourcen in die Entwicklung spezifischer Prototypen investiert, bestätigt, dass die Industrie beginnt, diese Möglichkeit sehr ernst zu nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob Gravel diese Größe massenhaft übernehmen wird oder ob letztendlich die ergonomischen und geometrischen Einschränkungen ihre Expansion bremsen werden.