Die neue Megafabrik von SRAM in Portugal wird ihr gesamtes Sortiment für Europa herstellen
SRAM hat eine der bedeutendsten Industrieinvestitionen in ihrer jüngeren Geschichte mit dem Bau eines neuen Produktionswerks in Coimbra (Portugal) angekündigt, das es ermöglichen wird, praktisch die gesamte Produktpalette an Fahrradkomponenten in Europa herzustellen. Die Einrichtung, deren Eröffnung für 2028 geplant ist, ist Teil einer Strategie, die Produktion näher an den europäischen Markt zu bringen, die Abhängigkeit von Asien zu verringern und die Lieferung sowohl an Fahrradhersteller als auch an den Ersatzteilmarkt zu beschleunigen.
SRAM verstärkt sein Engagement für Europa: Es wird eine große Fabrik in Portugal bauen, die in der Lage ist, die gesamte Produktpalette herzustellen
In Informationen, die von Bicycleretailer vorab veröffentlicht wurden, wird die neue Fabrik eine Fläche von etwa 25.000 Quadratmetern haben und mehr als 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Diese Zahl wird zu den rund 300 Mitarbeitern hinzukommen, die SRAM derzeit bereits in Coimbra beschäftigt, wo seit Jahrzehnten Ketten hergestellt und auch TIME-Pedale sowie Zipp-Räder montiert werden.
SRAM wird in seinem neuen Werk in Coimbra mehr als 7.500 Referenzen herstellen können
Der große Sprung, den dieses Projekt darstellt, ist, dass die zukünftige Einrichtung darauf vorbereitet sein wird, das gesamte SRAM-Katalog zu produzieren, der aus mehr als 7.500 Referenzen besteht, darunter Antriebe, Bremsen, Federungen, Steuerungen, elektronische Komponenten und andere Produkte.
Bisher hing ein großer Teil der Produktion der Marke von asiatischen Einrichtungen ab, insbesondere in Taiwan. Mit diesem neuen Werk strebt SRAM an, die Herstellung näher an seine europäischen Kunden zu bringen und die logistischen Bewegungen zwischen den Kontinenten erheblich zu reduzieren.
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Nach Angaben des Unternehmens wird die Strategie die Lieferzeiten verkürzen, die Abläufe mit den Fahrradherstellern vereinfachen, die mit dem Transport verbundenen Emissionen verringern und die tägliche Zusammenarbeit mit den europäischen Marken verbessern.
Darüber hinaus hebt SRAM hervor, dass die neue Fabrik die Sicherheit seiner globalen Lieferkette stärken und die schnelle Industrialisierung neuer Produkte und Technologien erleichtern wird, insbesondere in Bereichen wie Antrieben, Bremsen und Federungen.
Eine strategische Investition für die Zukunft der Marke
Der CEO von SRAM, Ken Lousberg, bezeichnete das Projekt als einen entscheidenden Schritt für das Wachstum des Unternehmens:
“Die Einrichtung in Coimbra stellt einen wichtigen strategischen Schritt für SRAM dar. Unsere industrielle Präsenz in Europa auszubauen, ermöglicht es uns, enger mit unseren OEM-Partnern und dem Ersatzteilmarkt zusammenzuarbeiten, unsere Nachhaltigkeit zu verbessern und innerhalb unseres globalen Netzwerks schneller und resilienter zu agieren”.
Ihrerseits betonte die Generaldirektorin von SRAM Portugal, Isabel Gomes, die Bedeutung der Ankündigung für das lokale Team:
“Dies ist ein Moment des Stolzes für alle bei SRAM Portugal. Eine zweite Einrichtung hier bestätigt, was unser Team über Jahrzehnte hinweg aufgebaut hat, und bedeutet, dass europäische Radfahrer schneller mehr SRAM-Produkte erhalten, während die Qualitätsstandards, die sie von der Marke erwarten, gewahrt bleiben”.
Der Betrieb des neuen Werks wird schrittweise aufgenommen. SRAM plant, die Aktivitäten 2028 zu beginnen und die Produktionskapazität schrittweise zu erhöhen, bis es 2032 seine volle Leistung erreicht.
Das Unternehmen hat auch bestätigt, dass die bestehenden Einrichtungen in Coimbra weiterhin normal betrieben werden. Die Herstellung von SRAM-Ketten und die Montage von TIME-Pedalen und Zipp-Rädern bleiben an ihren aktuellen Standorten.
Coimbra, eines der großen Industriezentren des europäischen Radsports
Die Wahl von Coimbra ist kein Zufall. Die portugiesische Region hat sich in den letzten Jahren als eines der wichtigsten Industriezentren des europäischen Fahrradsektors etabliert, bis zu dem Punkt, dass sie als das “Bike Valley” Portugals bekannt ist.
In dieser Region sind etwa 60 Unternehmen tätig, die mit der Fahrradindustrie verbunden sind, was ein breites Netzwerk von Zulieferern, technischem Wissen und qualifizierten Arbeitskräften bietet. SRAM hat ausdrücklich erklärt, dass es mit lokalen Institutionen zusammenarbeiten wird, um die Ausbildung von Arbeitskräften zu fördern und deren Integration in die Gemeinschaft zu stärken.