Die Vuelta beginnt auf der brutalen 9. Etappe neu: Aitana eröffnet ein neues Rennen nach Pogačars Ausstieg
Die neunte Etappe der Vuelta a España 2026 ändert sich komplett nach dem Ausstieg von Tadej Pogačar. Was vor nur einem Tag noch wie ein günstiges Szenario für den Slowenen aussah, verwandelt sich nun in die erste große Schlacht um eine völlig offene Gesamtwertung. Es werden 187,4 Kilometer und fast 5.000 Höhenmeter zu bewältigen sein, bevor ein finaler Anstieg von 22 Kilometern zum Alto de Aitana beginnt.
Etappe 9 der Vuelta 2026: fast 5.000 Höhenmeter und Ziel am Alto de Aitana
- Datum: Sonntag, 30. August 2026
- Start: Villajoyosa / La Vila Joiosa
- Ziel: Alto de Aitana
- Distanz: 187,4 km
- Etappenart: Berg
- Startzeit: 12:26
- Geschätzte Ankunft: zwischen 17:14 und 17:47
- Gesamter Anstieg: etwa 4.950 m
- Puerto de Tárbena: 2. Kategorie, 7,2 km bei 5,4%
- Miserat: 1. Kategorie, 5,2 km bei 10%
- Tollos: 3. Kategorie, 4,1 km bei 5,8%
- Puerto de Tudons: 2. Kategorie, 7 km bei 5,3%
- Puerto de Benifallim: 2. Kategorie, 4,8 km bei 5,8%
- Alto de Aitana: 1. Kategorie, 22 km bei 5,8%
- Favoriten: Enric Mas, Felix Gall, Primož Roglič, Richard Carapaz, Sepp Kuss und Oscar Onley

Ein extrem harter Tag vor den finalen 22 Kilometern von Aitana
Die Etappe beginnt bereits auf unebenem Terrain und wird praktisch den ganzen Tag über keine Erholung bieten. Der erste wichtige Anstieg wird der Puerto de Tárbena sein, der dazu dienen kann, eine hochkarätige Flucht zu bilden, bevor man eine der großen Fallen des Tages angeht.
Der Miserat, mit 5,2 Kilometern bei 10%, wird die erste wirklich ernsthafte Prüfung sein. Seine Steigung kann eine wichtige Selektion hervorrufen, selbst wenn das Ziel noch weit entfernt ist.
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Danach folgen Tollos, Tudons und Benifallim, die Anstiege und Abstiege miteinander verknüpfen, bis das Peloton nur noch wenig Spielraum hat, um sich vor dem Ziel zu erholen.
Mit 22 Kilometern vor sich beginnt der Alto de Aitana, der längste Anstieg dieser Ausgabe bis jetzt. Seine durchschnittliche Steigung von 5,8% mag moderat erscheinen, aber das Profil wird in der zweiten Hälfte deutlich härter.
Etwa sechs Kilometer vor dem Ziel kommt einer der anspruchsvollsten Abschnitte, mit einem Durchschnitt von fast 9,4%, und von dort an bleibt die Straße bis zur Ankunft bei Werten nahe 8%. Nach fast 5.000 Höhenmetern kann dies zu einem besonders selektiven Finale werden.
Mas trägt das Rot in einer völlig offenen Gesamtwertung
Der Ausstieg von Pogačar hat das Szenario komplett verändert. Enric Mas kommt als neuer Führender, mit Felix Gall auf 1:11 und Primož Roglič auf 1:33, sodass Movistar von der Verfolgung zur Verteidigung des Rennens übergeht.
Mas war einer der stärksten Fahrer in den Bergen während dieser ersten Woche und geht als eine der Hauptreferenzen an den Start, aber jetzt muss er eine völlig andere Situation managen. Gall, Roglič, Carapaz, Kuss und Onley sind nah genug beieinander, um die Gesamtwertung mit einem einzigen Angriff in Aitana zu verändern.
Die eigene Härte der Strecke kann auch der Flucht Chancen bieten. UAE, befreit von der Verantwortung, das Rot nach dem Ausstieg von Pogačar zu verteidigen, kann zu einer viel offensiveren Strategie mit Jay Vine, João Almeida oder Pablo Torres übergehen.
Auch Fahrer wie Jarno Widar, Ramses Debruyne, Tobias Halland Johannessen, Valentin Paret-Peintre oder Santiago Buitrago können die Etappe anvisieren, wenn sie es schaffen, in eine Flucht mit ausreichend Spielraum zu gelangen.
Der große Unterschied zu den vorherigen Tagen ist, dass jetzt kein Team einen klar überlegenen Führenden hat. Mit Mas, Gall und Roglič, die nur etwas mehr als eineinhalb Minuten voneinander entfernt sind, könnte Aitana der erste große Wendepunkt der neuen Vuelta werden, die nach dem Rücktritt von Pogačar beginnt.
